6 Monate in Peru, ein halbes Jahr schon...anlässlich dazu veröffentliche ich meinen 2. Weltwärtsbericht, den ich alle 3 Monate schreiben muss...
Look hereeee !
Jetzt ist es schon ein halbes Jahr her, dass ich hier in Peru, in Arequipa ankam.
Die ersten 6 Monate sind wie im Flug vergangen. Im Arbeitsalltag hat sich eine gewisse Routine eingestellt. Ich war noch nie ernsthaft krank und habe auch sonst keine schlimmen oder gefährlichen Dinge erlebt, worüber ich sehr dankbar bin.
Mir liegt noch ein halbes Jahr bevor, dass möchte ich nutzen, so weit mir das möglich ist, mich weiter aktiv in meinem Projekt einzubringen und noch mehr positives zu bewegen. Die Chancen nutzen, das Leben der kleinen Kinder in der Schule weiterhin positiv zu beeinflussen.
Die Arbeit mit den Kindern macht mir weiterhin viel Spaß. Im Januar und Februar waren Sommerferien. Die ersten 2 Wochen, habe ich die Direktorin bei administrativen Aufgaben unterstützt.
Den Rest der Ferien hab ich genutzt, um Peru zu entdecken, ich habe viele schöne und unbekannte Orte kennengelernt und mir wurde bewusst, wie gut ich mich in Peru eingelebt habe und wie wohl ich mich fühle.
Ich erlebe die Peruaner weiterhin als hilfsbereites, offenes und warmherziges Volk.
Es war auch immer ein schönes Gefühl, auf Menschen zu treffen, während meiner Reisen, die interessiert und begeistert waren, von meiner Arbeit mit den Kindern, hier, in Peru. Vor allem waren sie immer dankbar für Informationen zu meinem Weltwärtsjahr.
Ich habe bisher keine negativen Erlebnisse in bezug auf meinen Freiwilligendienst erlebt.
Während meiner Reisen, war ich nicht nur in Peru unterwegs sondern auch in Chile. Reist man aus Europa an, wird einem Chile sehr vertraut vorkommen
Reist man aber gerade aus Peru an, so kann dieses europäische Stadtbild schon fast einen kleinen Kulturschock bedeuten.
Man kommt am Busbahnhof an und spürt sofort, dass man in einem anderen Land ist- einem Land, dass im Gegensatz zu Peru sehr wohlhabend ist.
Mir fällt auf, wie sehr mich mein Leben in Peru schon geprägt hat und wie sehr ich mich an das meist sehr ärmliche Stadtbild, die traditionell gekleideten Menschen, Mütter mit ihren Babys auf dem Rücken und den chaotischen Straßenverkehr gewöhnt habe.
Ich konnte es kaum glauben, dass sich zwei Nachbarländer so sehr unterscheiden können. Es hat mir in manchen Dingen die Augen geöffnet und mich sehr nachdenklich gestimmt.Wie wird es sich erst anfühlen, wieder nach Deutschland zurückzukehren?
In den Sommerferien, sollte die Schule umgebaut werden, leider konnte das aufgrund der starken Regenfälle nicht gemacht werden. Die Schule hat nun wieder angefangen, es wurden einige neue Kinder eingeschult, was bedeudet, dass die Anzahl der Schüler im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Das bedeutet auch, dass es nicht mehr 4, sondern 6 Aulen gibt. Da die Schule bisher noch nicht umgebaut wurde, herrscht Platzmangel, dies löst Chaos aus.
Bisher ist noch nicht klar, ob die Schule in den kommenden Wochen umgebaut wird oder nicht.
Für mich stellt dies ein Problem da. Die Schulmaterialien sind bereits alle in Kisten verstaut und somit kann momentan kein richtiger Unterricht stattfinden. Die Eltern wurden auf den eventuellen Umbau der Schule auch noch nicht informiert.
Denn im Falle eines Umbaus, würde der Unterricht evtl. nachmittags stattfinden, was bedeuten würde, dass weniger Kinder zur Schule kommen, da ich mir nicht vorstellen kann, da alle Eltern, Zeit mitbringen, die Kinder mittags zur Schule zu bringen.
Ein Gebäude zu finden, gestaltet sich nach Aussagen der Verantwortlichen eher schwer, da ein Gebäude gemietet werden müsste und das mit hohen Kosten verbunden ist.
Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass kaum bis gar nicht vorrasschauend gearbeitet wird. Sowohl der Umbau ist noch nicht geklärt als auch die Lehrer- und Kinderaufteilung der jeweiligen Aulen. Nach fast 4 Wochen Schule ist immer noch nicht geklärt, welche Lehrer in welcher Aula arbeiten und wie die Kinder aufgeteilt werden.
Mit etwas strukturierter und vorrauschauender Arbeit, denke ich, könnte man Vorhaben und Ziele schneller erreichen. Ich habe dieses Thema bereits angesprochen, aber dann hat es geheißen, " So sind wir", hier in Peru!
Es herrscht auch weiterhin absolute Unordnung an der Schule, leider, was auch mit dem möglichen Umbau der Schule zusammenhängt. Ich hoffe, dass das Thema "Umbau" bald geklärt ist und wir dann bald damit anfangen können, die Schule aufzuräumen und schön zu gestalten.
Mit den Kollegen verstehe ich mich weiterhin gut, am Arbeitsklima hat sich nicht viel geändert. Es wird weiterhin viel gelästert, ich werde auch oft miteinbezogen, doch ich bleibe weiterhin neutral, was mir auch gut gelingt.
Ich musste leider auch feststellen, dass viele Mitarbeiter, nicht gut genug ausgebildet sind oder auch keine Motivation mitbringen, mit behinderten Kindern zu arbeiten. Aber ich hoffe, dass ich durch meine Arbeitseinstellung und mit den Ergebnissen, die ich erziele, meine Kollegin positiv beeinflussen kann.
Meine Freizeit verbringe ich, größtenteils, mit deutschen und peruanischen Freunden. Ich kann mich sowohl auf meine deutschen als auch auf meine peruanischen Freunde verlassen.
Sie unterstützen mich auch in Schulprojekten und Alltagssituationen.
Der Unterschied zu meinen peruanischen Freunden und zu meinen peruanischen Arbeitskollegen ist ein großer, während ich mich auf meine Freunde fast immer verlassen kann, kann ich das bei meinen Arbeitskollegin beruflich sowie privat, eher selten.
Trotzdem freue ich mich auf die restlichen und nächsten 6 Monate in Peru.
Ich bin hochmotiviert und freue mich auf die Arbeit mit den Kindern und hoffe in der Schule noch viel Positives bewirken zu können.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen