So, ich wollte euch noch vor Weihnachten und um Weihnachten herum noch berichten, aber ich hatte dann leider kein Internet zuhause, was das alles unmöglich machte und dann bin ich spontan über Silvester nach Lima gefahren.
Die letzten Wochen waren sehr schön, abwechslungsreich, aber auch mit ein klein bisschen Stress verbunden. Vor allem, die letzten 2-3 Wochen vergingen wie im Flug....die Abrechnungen mussten gemacht werden, der erste Quartalsbericht musste geschrieben werden, Lima bzw. Visaverlängerung stand auf dem Programm, Sachen organisieren in der Schule ....
Lima -Stadt der Kontraste- und meine Liebe zu Lima
| Liebe zu Lima & Barcelonaerinnerungen... El Arte de BCN. |
Zusammen mit 2 anderen Freiwilligen aus Arequipa, ging es für 5 Tage nach Lima- in die Hauptstadt Perus - eine 8 Millionen Metropole. Hauptgrund unserer Reise war unser Visa, dass wir höchstpersönlich in Lima verlängern mussten.
Der erste Eindruck, Lima ist riesengroß, mit viel Smog, chaotisch und eine Stadt voller Kontraste. Es gibt die reichen Viertel wie Miraflores (der Küstenbezirk) oder Viertel, die Europa gleichen. Sehr modern, viel moderner als München, so kam es mir vor, total nobel. Und ein extremer Kontrast zu den Vierteln, wo wir vorher mit dem Taxi durchfuhren. Dort herrschte wirklich absolute Armut.
Und der Kontrast zu den Reichenvierteln, so starke Kontraste, habe ich in Europa noch nie gesehen.
| Lima. Armenviertel. Hütten auf dem Berg zu sehen |
| Slums in Lima |
Der Himmel ist grau und triste, nichts für jemanden, der schon 2 Monate im sonnigen Arequipa gewohnt hat. Aber, das Klima ist feuchter, was bedeutet bessere Haut und keine trockene Nase mehr für ein paar Tage.
Lima hat mir von Anfang an gefallen, ich mag es, ich habe ein bisschen Limaliebe entwickelt und ich habe gemerkt, dass ich ein Großstadtmensch bin und mich im Großstadtgetümmel einfach wohl fühle.
Lima ist für mich ein Mix aus Madrid, Lissabon, Wien, London....die Gebäude gleichen vielen in Madrid oder Lissabon, sowie Teilen Londons. Die Pferdekutsche kennt man aus Wien am Stephansdom. Und dazu der peruanische Alltag ;)
Lima ist absolut interessant und vielseitig, eine Mischung aus Tradition und Moderne, Menschen, aus den unterschiedlichsten Ländern, leben hier.
Für mich eine Weltstadt, die man gesehen haben sollte.
| Plaza de Armas in Lima. |
Mir hat es so gut gefallen, dass ich über Silvester noch ein paar Tage in Lima war.
Wir machten einen Bootsausflug zu den Robben (Islas Palominas), habe die noch wärmeren Temperaturen (als die in Arequipa ) genossen.
Silvester habe ich an einem Strand in der Nähe von Lima verbracht. Schön wars, Frohes neues Jahr an ALLE! den Tag darauf, verbrachte ich am Strand und abends gings zurück nach Arequipa.
| Silvester 2010 / Frohes neues Jahr 2011. Noche locaaa, locaaaa! |
Vorweihnachtszeit...bei 22 Grad & wolkenlosem Himmel.
Es gibt auch hier große Weihnachtsvorbereitungen, die mit viel Stress und vollen Straßen verbunden sind.
Die Palmen Perus, daneben stehen Plastikweihnachtsbäume, die oft kitschig mit bunten Lichterketten in allen Farben geschmückt sind...und überall Weihnachtsmusik statt Cumbia und Salsa.
Ich steckte auch ein bisschen in der Weihnachtsvorbereitung, die Schule wurde geschmückt.Dank mir...nicht allzu kitschig;)
Der Nikolaustag wurde organisiert. Dazu gab es ganz traditionell Paneton (gleicht einem Zopf, der mit Rosinen und Orangat gefüllt ist) dazu gab es Chocolatada ( Kakao gewürzt mit Zimt und anderen leckeren Dingen), ich mag es.
Am letzten Tag gab es noch viele Überraschungen in der Schule, die Kinder wurden reich beschenkt und es gab viele Süßigkeiten, Chocolatadas und Paneton, finanziert aus Spenden. Die Eltern der Kinder waren auch alle da, die Kinder "unsere großen Schauspieltalente" präsentierten "Rotkäppchen" und ein "Krippenspiel".
Und jetzt sind erstmal Schulferien bis Anfang März.
So und jetzt ein bisschen Deutschland in Peru. wenn schon der Weihnachtsmarkt mit Glühwein fehlt. Plätzchengebacke war am Anfang eine kleine Herausforderung, wir haben ja den Gasofenherd ! aber Übung macht den Meister. jaja. wenn da nur die gesalzene Butter nicht gewesen wäre. Ich machte den Teig, und versicherte mich das ich den Zucker nahm....Teig probiert...mhm ein wenig salzig...seltsam?!
dann kam Angi nach hause.....mhm Plätzchen, lecker, ja aber ein bisschen salzig, ja die Butter ist hier gesalzen. gut zu wissen. naja, es gibt sie auch ohne Salz und um das Doppelte teurer.
Wir machten uns also noch mal fleißig an die Arbeit, denn der 24.12.2010 war gekommen. Ich war bei der Familie von Angis Freund eingeladen.
Wir besorgten Zutaten für Plätzchen (diesmal mit Butter ohne Salz) und Glühwein und dann gings los...und dazu noch ein bisschen Bastelei.
Ein schöner Weihnachtsabend mit Pute und Salaten (ganz traditionell für Peru) und später Plätzchen und Glühwein, so holten wir uns ein bisschen Deutschland nach Peru, trotzallem auch ganz ganz anders. Bescherung ist hier ist um 24 Uhr, d.h., die Kinder müssen mit müden Augen lange warten. Und zu Mitternacht gibt es hier wie auch an Silvester, ein Feuerwerk.
Ein aufregendes und ganz anderes Weihnachten als sonst, es war schön, aber ich freu mich auf nächstes Jahr dann wieder daheim in München ;)
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